Abenteuer Sinai

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Spannend ist eine individuelle Reise durch den Sinai jedenfalls. Das ganzjährig warme Klima ist auch für einen Kurzausflug im Winter oder zu Neujahr gut geeignet und ein Schwimmen im Meer fast durchwegs möglich.

Eines vorweg, der überwiegende Teil der Touristen über den ganzen Sinai stammt aus der Ukraine oder aus Russland und sind Pauschaltouristen, die billige Pakete mit Flug und Unterkünften, oft  weit außerhalb der Ortschaften gebucht haben. Westeuropäer sind in der absoluten Minderheit. Was das individuelle Reisen nicht unbedingt unangenehmer macht, den so hat man leichter die Möglichkeit in den Autobussen und außerhalb der Badestrände oder Shoppingsmeilen wirklich unter Einheimischen zu sein, und dadurch Land und Leute besser zu verstehen und kennen zu lernen.

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Ist eine Reise am Sinai gefährlich?

Das gefährlichste im ganzen Land ist zweifellos der Straßenverkehr. Ägypten, und somit auch der Sinai hat nicht nur in dieser Hinsicht viele Gemeinsamkeiten mit Indien. Wenn man einmal erfahren hat, wie man in diesen Ländern zu einem gültigen Führerschein kommt, und dann als unbedarfter Passagier einem, von allen Hemmungen befreiten Minibusfahrer ausgeliefert ist, der sich mit 130 km/h ein Wettrennen mit einem anderen Wahnsinnigen liefert, der wird verstehen wovon hier die Rede ist. Dass es auf den durchaus neuen und gut ausgebauten Fernstraßen nicht zu täglichen Massakern kommt, ist nur der Tatsache zu verdanken das der private PKW-Besitz im Verhältnis zur Einwohnerzahl sehr gering ist und die Straßen nicht selten in einem Anflug von Größenwahn 4 oder 6 spurig sind obwohl für das bescheidene Verkehrsaufkommen eine normale Landstraße völlig ausreichend wäre.

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Die Einreise:

Aus dem Ausland erreicht man den Sinai entweder über den Landweg, eine Fähre aus Saudi Arabien oder per Flugzeug. Einen internationalen Flughafen gibt es in Sharm el Sheik, ein Direktflug aus Europa dorthin ist allerdings sehr teuer, außer man reist als Pauschaltourist, wofür dieser Blog aber nicht gedacht ist. Die günstigste Möglichkeit ist jene, am israelisch-ägyptischen Grenzübergang zwischen Eilat und Taba die Grenze zu Fuß zu überqueren. Das ist relativ einfach und ohne große Formalitäten möglich. Für Ägypten wird zwar ein Visum verlangt, bereist man aber nur den Sinai für maximal 15 Tage, so genügt das Ausfüllen eines einfachen Formulars am Grenzübergang. Wer allerdings weiter als bis Taba, den Grenzort selbst, reisen möchte muss derzeit eine Einreisegebühr von umgerechnet 20,- Euro bezahlen, wofür man einen grünen Zettel erhält der unbedingt aufzubewahren ist! Mann wird in der Regel auch während der Reise mehrfach danach gefragt und wenn man den Zettel nicht vorweisen kann wird man ein weiteres Mal zur Kasse gebeten. Üblicherweise landen die Billigfluglinien wie Wizz Air oder Ryan Air am Militärflughafen von Ovda, etwa 50 km nördlich der Hafenstadt Eilat. (Näheres siehe auch in unserem Blog über Israel). Flüge nach Ovda werden bereits ab 40,- Euro z.B. von Wien oder Bratislava aus angeboten. Von dort aus erreicht man am besten mit dem öffentlichen (grünen) Bus um umgerechnet 5,- Euro den Busbahnhof im Zentrum von Eilat. Von dort erreicht man mit ebenfalls grünen Autobus der Linie 15 oder 16 ( Fahrpreis etwa 1,- Euro) nach etwa 15 Minuten den Grenzübergang nach Taba. Bleibt man nicht in Israel empfiehlt es sich daher am Flughafen 20,- Euro für die Bustickets hin und zurück zu wechseln. (Achtung: Nutzen Sie keinesfalls Shuttleanbieter wie, „P-airbus.com“ oder „Fun time-Shulltle“, diese Scheinfirmen kassieren zwar im Internet die Buchungsgebühr, abgeholt wird man jedoch sehr oft nicht. Siehe dutzende Rezessionen im Net.)  Da Israel jedem Flug mit etwa 50,- Euro subventioniert um mehr Touristen ins Land zu bekommen, wird bei der Weiterreise nach Ägypten umgerechnet etwa 22,- Euro als Ausreisegebühr verlangt. Diese kann man in fast jeder beliebigen Währung  begleichen. Es gibt eine Regelung, diese Gebühr durch eine Hotelbuchung in Taba  zu umgehen, wie das genau gehandhabt wird konnte oder wollte uns an der Grenze jedoch niemand mitteilen. Im Grenzübergang selbst gibt es vor dem ägyptischen Paßschalter auf der linken Seite ein Fenster mit der Aufschrift „Bank.“ Dort kann man zu einem tatsächlich guten Kurs Geld umtauschen. Belegt wird allerdings keiner ausgestellt wie auch sonst kaum wo. Überzeugen Sie sich vor Abreise im Internet über den aktuellen Wechselkurs, nicht selten wird auch hier versucht Ausländer übers Ohr zu hauen. Vom Grenzübergang bis zum Busbahnhof von Taba sind es zu Fuß kaum 10 Minuten. Die Horde von Taxifahrern die einem Jeden sofort nach Verlassen der Grenze entgegen stürmt, kann man also getrost ignorieren. Die einfachste und günstigste Weiterreise von Taba in Richtung Süden ist mit einem Bus der „East Delta Company“ um umgerechnet 8,- Euro bis Sharm el Sheik und entsprechend weniger bis Nweiba oder Dahab. Auch unterwegs bleiben die Fahrer jederzeit stehen wenn man aussteigen will, auch wenn man auf der Straße winkt und einsteigen möchte. Lassen Sie sich nicht überreden die Fahrt mit einem Taxi anzutreten auch wenn der Fahrer versichert „You are my best friend“ und „I will make the best price for you“. Sie werden am Ende das fünf oder 10 fache dessen zahlen was der Bus kostet und auch noch bei der rasanten Taxifahrt ihr Leben riskieren.

Taba.

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Taba, der Grenzort selbst hat außer einigen pompösen Hotelburgen wenig zu bieten. Da diese aber alle am Strand entlang gebaut sind, ist es als Nicht-Hotelgast auch nicht möglich die gepflegte Uferpromenade zu erreichen, da man dazu zuerst durch eines der Hotels selbst gehen müsste, was aber nur mit dem Nachweis einer Zimmerreservierung möglich ist. Links neben dem Busbahnhof führt allerdings eine schmale Schotterstraße zum Strand für Einheimische. Alles dort ist in einem mehr als traurigen Zustand, man kann jedoch dort ganz gut die heiße Wartezeit bis zur Abfahrt des Busses überbrücken und billige Getränke kaufen.

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Der letzte Bus in Richtung Sharm el Sheik verläßt Taba zur Zeit um 15hoo. Die Fahrt bis Sharm el Sheik dauert etwa 4 Stunden, was davon abhängig ist wie oft und wie lange der Bus an einem der zahlreichen Checkpoints angehalten und kontrolliert wird. Diese Checkpoints sind an jeder Ortsein -und Ausfahrt sowie an allen größeren Straßenkreuzungen eingerichtet nur mit einem arabischen Identitätsausweis oder einem Reisepass passierbar. Achtung: keinesfalls sollte man an einem dieser Checkpoints sein Handy zücken oder mit seiner Kamera auch nur einen schlafenden Hund fotografieren. An jeder Ecke und hinter jedem Guckloch lauert ein Uniformierter und es kann nicht nur zu langwierigen und unangenehmen Verhören kommen sondern auch zu empfindlichen Geldstrafen. Obwohl diese Kontrollpunkte aus nichts anderem als primitiv zusammengemauerten Betonhütten bestehen, versteht man in diesem Punkt keinen Spaß. Die ganze Sinai-Halbinsel besteht aus trockener Stein oder Sandwüste.

Nur wer auf der linken Seite im Bus sitzt hat entlang des Küstenstreifens schöne Aussicht.

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Rund um Nweiba gibt zahlreiche Camps und auch schöne Strände. Nach gut 1 1/2 Stunden erreicht man den Busbahnhof von Dahab der sich 6 km außerhalb der Ortschaft befindet. Es gibt auch in Dahab selbst ein Büro der  „East Delta Company“ und die Möglichkeit dort ein- und auszusteigen, was man aber vorher abklären sollte. Wie in vielen ärmeren Ländern sind die Busbahnhöfe deshalb so weit außerhalb der Ortschaften gebaut, damit möglichst viele Männer ein Dasein als Taxifahrer fristen können, da es sonst keine Beschäftigungsmöglichkeiten für sie gäbe.

Dahab

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Kaum entdeckt die wartende Horde der Taxifahrer einen Autobus in Richtung Busbahnhof einbiegen beginnt ein großartiges Schauspiel. Wie von der Tarantel gestochen, stürmen alle gleichzeitig los, in einem Wettrennen, wer von ihnen als Erster und somit der Fahrertür am nächsten kommt, um mit den ahnungslos aussteigenden Touristen möglichst fette Beute zu machen. Es lohnt sich zu viert oder zu fünft ein Taxi in das Ortszentrum zu nehmen, wofür man nicht mehr als 2 ,- bis 3,- Euro pro Person zahlen sollte. Das ist für ägyptische Verhältnisse noch immer ein sehr guter Preis. Zu Fuß erreicht man das Zentrum linker Hand in etwa 30 Minuten.

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Dahab ist sicher der angenehmste und relaxste Ort an der Ostküste des Sinai.  Es gibt so etwas wie einen älteren Ortskern im nördlichen Teil, in dem auch einige Beduinen zu Hause sind. In Wahrheit sind so gut wie alle Siedlungen an der Küste des Sinai erst während der israelischen Besatzungszeit in den 70 er Jahren als Touristenorte gegründet worden. bekannt ist der Ort vor allem wegen seiner Möglichkeiten zu schnorcheln und professionell zu tauchen. Auch Glasbodenboote werden um 9,- Euro p. Stunde angeboten um die berühmten Korallenriffe zu betrachten. Tauchschulen und Tauchkurse gibt es fast an jeder Straßenecke.

Es gibt günstige Zimmer ab 15,- Euro p. Nacht, Camps (wie das nette Sunrise-Camp) fast im alten Zentrum hinter der Jalla – Bar, und einige gehobene Hotels.

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An der Strandpromenade gibt es eine große Auswahl an Restaurants in denen vom frischen Fisch bis zum Rumpsteak alles angeboten wird. Die Preise sind moderat, außerhalb des Zentrums sogar richtig billg.

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Für Kaffe + Kuchenliebhaber empfiehlt sich die „German Bakery“ oder das Promenadencaffe mit seiner Tortenvitrine am nördlichen Strand vor dem „Beduin Son`s Restaurant“.

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Gute, ruhige Badeplätze sind am Südende der Promenade, vor dem Ortsende.

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Das Meer ist sauber und klar, die Strände leider nicht überall. Wie die meisten Entwicklungsländer sind Umweltschutz oder Mülltrennung unbekannt. Sie trennen sich vom Müll wo sie nur können.

Links das Zentrum von Dahab mit spannendem Wolkenhimmel. Rechts die Gegend um die German Bakery und die Moschee daneben.

Der weniger feine, aber eher unberührte und naturbelassene nördlichen Teil der Ufer-Promenade. Ziegen und freundliche Hunde sind zahlreich in Dahab.

 

Sharm el Sheik

Sharm el Sheik ist eine häßliche Großstadt ohne Flair oder Sehenswertes. Der  sogenannte „Alte Bazar“ ist weder alt noch ein richtiger Bazar sondern eine Aneinanderreihung von Touristenläden mit dem üblichen Souvenir-Ramsch. In den wenigen Seitengassen stapelt sich der Sperrmüll, daneben werden Tiere zerlegt oder Fladenbrot en` Masse gebacken.

An den Stränden gegenüber des Basars herrscht die große Abzocke. Für einen der wackeligen Liegestühle wird bis zu 5,- Euro Leihgebühr verlangt, die Strände sind windig, überfüllt und alles andere als idyllisch.

Wie das ganze Land ist vor  allem Sharm el Sheik und Umgebung übersät von Bau- und Hotelruinen. Angeblich haben hier vor der Revolution die Leute aus dem Mubarak-Clan ihr Schwargeld investiert, wurden aber dann etweder eingesperrt oder sind geflohen ohne ihre Bauten vollenden zu können. Milliarden Dollar wurden so wohl sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Entweder fertig aber nie eröffnet oder fast fertig fällt bereits der Verputz von den Mauern und Gestrüpp wuchert zwischen teuren Marmorplatten dahin. Auch der kleine Skulpturenpark an der Einfahrt ins Zentrum sieht aus wie nach einem Bombenanschlag.

Wie in Dahab die Hunde sind in Sharm el Sheik die Katzen unterwegs und freuen sich über kleine Geschenke.

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Guten natur-gegrillten Fisch erhält man um wenige Cent an der Ausfahrt vom Zentrum neben einem Supermarkt, rechter Hand Richtung Stadtauswärts. Man bestellt per Fingerzeig und das Gewünschte wird ca. 1/2 Stunde lang am offenen Feuer gegrillt und fertig.

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Das einzige Bauwerk in der Stadt das wenigstens ein Foto lohnt, ist die große Moschee im kleinen Zentrum.  Alt ist aber auch diese nicht.

In den Außenbezirken gibt es einige neue und wirklich attraktive Siedlungen für die etwas gehobenere Gesellschaft. Das Design ist zwar luxuriös, die Bauqualität aber zweit-klassig. Bereits nach wenigen Jahren lösen sich Teile und die Mauern bröckeln. Mit etwas Glück findet man z.B. über die Plattform Airbnb ein Zimmer in einer dieser Anlagen. Die Hauptstrasse entlang und auch zum Busbahnhof der „East Delta Company“ fahren blaue Minnibusse als Marschrutkas, und für umgerechnet etwa 50,- Cent kann man überall zusteigen.

Das Katherinenkloster und der Berg Moses

(oder auch Berg Sinai).

Abends um 22hoo steigt man in den Minnibus der einen vor der Unterkunft abholt. Je nachdem von wo aus man startet, kann die Zeit auch früher sein. Von Dahab aus benötigen Fahrzeuge gute 3 Stunden bis zum Parkplatz des Klosters mitten in der Wüste Sinai. Dort warten wie üblich ganze Brigaden von Händlern, meist Beduinen, die warme Jacken aus Wolle, Handschuhe oder Taschenlampen anbieten. Wer wenig warme Kelidung mit sich trägt sollte hier zuschlagen. Die Nächte am 2300m hohen Berg Sinai oder auch Berg Moses genannt, weil Gott hier oben (warum gerade hier fragen sich viele?) Moses die zehn Gebote übergeben haben soll, die Nächte am Gipfel, ja, die sind eiskalt und windig. Gute 3 Stunden dauert der Auftsieg zu Fuß. Auf einem Kamel, das samt Treiber um 20,- Euro zu mieten ist geht es flotter. Die ersten 2/3 der finsteren Nacht-Strecke sind nicht besonders schwer. Das letzte Drittel, mit seinen 750 hohen Steinstufen, in Wahrheit steigt man über sehr hohe Steinplatten aufwärts, sind äußerst kraftraubend und nur für konditionell gut ausgestattete Wanderer geeignet. Der Abstieg am frühen Morgen ebenso. Es gibt auch eine Hardcore-Weg mit 3500 Stufen, der aber oft aus Sicherheitsgründen gesperrt ist. Kaum wo wird man allerdings jemals einen so hell strahlenden Sternenhimmel zu Gesicht bekommen als hier, wo man meinen könnte die Sterne sind tatsächlich zum Angreifen nah.

Morgens um 3hoo erreicht man den Gipfel und eine Beduinenhütte, wo heißer Tee und Snacks angeboten werden. Allmählich im aufziehenden Tageslicht füllt sich der Berg mit Ankommenden. Die Kälte und Erschöpfung nagen am Gemüt. Endlich, je nach Jahreszeit, zwischen 5hoo und 6h3o besteigt man die restlichen Stufen hinauf bis zur Kapelle wo der Wind gewaltig bläst und die Sonne langsam über die Bergkuppen emporsteigt. Der Abstieg bei Tageslicht gestaltet sich einfacher, aber die Knie werden einen in nächsten Tagen noch daran erinnern.

Das Katharinenkloster selbst bietet den brennenden Dornbusch aus der Bibel und einen Brunnen aus dem Moses geschöpft haben soll. Das Innere der orthodoxen Kirche wirkt überladen und auch wegen der zahlreichen Besucher wenig spirituell. Vergleicht man jedefalls die Jahrhunderte alten christlichen Kirchen zum Beispiel in Armenien oder Georgien. (Dazu kann man auf dieser Webseite jeweils nachlesen und dies Länder liegen vom Autor auch in Buchform auf).

Zur weißen Schlucht, zum Pilzfelsen und zum roten Canyon.

Als Tagestour werden diese 3 eindrucksvollen Orte in der Wüste um etwa umgerechnet 16,- Euro pro Person angeboten. Zweifellos eines der Highlights am Sinai. Um 9hoo geht es ab Dahab per Jeep los in die Wüste, deren Land-Inneres aus echter Sandwüste, im Vergleich zum steinigen Küstenstreifen besteht. Wie die Wilden steigen die Fahrer der beiden Jeeps aufs Gas, die ukrainischen Touristen jubeln und klatschen ohne sich realen der Gefahr bewußt zu sein. Nach 2 Stunden holpriger Fahrt über die Dünen stehen wir am Rand der  gut 20m tiefen weißen Schlucht und starren erfürchtig hinab. Der Beduinenführer lümmelt teilnamslos am Auto und starrt in die Luft. Erklärungen gibt es keine, dafür aber einen Fingerzeig; da gehts hinab.

Nicht über Stufen sondern über ausgeschwemmte Ausbuchtungen die rutschig vom Sand und kaum der Rede wert sind, tatstet man sich vorsichtig hinunter, am letzten Zipfel lehnt eine wacklige Leiter  aus Eisen. Das ganze ist tatsächlich lebensgefährlich. Sicherung gibt es überhaupt keine, rutscht man nur leicht aus und fällt die 20m über die Steinplatten in die Schlucht, braucht man sich ums Abendessen keine Sorgen mehr zu machen.  Unten geht es durch das ausgetrocknete Wadi jednfalls märchenhaft weiter. Je nach Sonnenlicht sind die Felsen rötlich, gelblich oder weiß anzusehen.

Welche Bedeutung und Geschichte die dunklen Flecken auf den Felsen haben konnte nicht eruiert werden. Die Umgebung ist jedenfalls atemberaubend und jeden Moment ist man darauf gefaßt Jesus oder einem seiner Jünger zu begegnen.

Nach gut 2 Stunden Marsch in der Hitze des Tages erreicht man ein einfaches Beduinencamp, in dem jedoch immerhin Strom, ein Kühlschrank und Handyempfang vorhanden sind. Die kurz angebundenen Kamele vor dem Camp haben ein schweres Leben, die Beduinen behandeln sie nicht gut wie man leicht sehen kann. Als guter Mensch plückt man für sie in der Umgebung einige Sträucher ab und stellt eine Schüssel Wasser vor sie hin, wofür sie dankbar dreinschauen.

Die Beduinen servieren ein im Preis inbegriffenes vergetarisches Essen und versuchen Coladosen, hübsche selbstgeschnitzte Holztiere und Anderes zu einem fairen Preis zu verkaufen. Auch später begegnet man solchen Händlerinnen oder Kindern. Ein Einkauf solcher netter Figuren zu 2 oer 3 Euro sollte Ehrensache sein.

Weiter gehts über die Dünen zum impossanten Felsen, der tatsächlich alle Merkmale eines überdimensionierten Stein (oder Atom-)pilzes aufweist.

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Den Abschluss bildet der sogenannte rote Canyon, ähnlich wie der weiße eine Natur-schönheit par Excellance.

 

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Copyright by Patrik Ehnsperg. 

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