ARMENIEN – Հայաստան – Hajastan

Im Folgenden findest Du auf dieser Seite Auszüge und Fotos aus dem Reiseführer „Armenien“ der Serie „Backstage-Reisen“  von © Patrik Ehnsperg. 

https://www.amazon.de/Armenien-Backstage-Reisen-Patrik-Ehnsperg/dp/1973881373/ref=sr_1_11?s=books&ie=UTF8&qid=1505134237&sr=1-11

Das Erstaunliche zuerst – Armenien liegt nicht in Europa!

Das Gebiet, auf dem sich Armenien befindet, wird als Vorderasien bezeichnet. Gemeinsam mit Georgien gehört es aber zu den beiden einzigen nicht-muslimischen Ländern der Region und damit sogar zu den beiden ältesten christlichen Staaten der Welt. Mit Ausnahme der kargen, waldlosen Berg- und Felsenlandschaft im Süden Armeniens gibt es wenig, was einem das Gefühl geben könnte, nicht in Europa sein. Die Menschen, die christlich geprägte Kultur, die Lebensweise und die westliche Architektur, alles ist europäisch geprägt, wenngleich  auch mit starkem post-sowjetischen Flair.

Als früheste Zeitpunkte nationaler Eigenständigkeit gelten die Erhebung des Christentums zur Staatsreligion um 314, und das Jahr 405, als die eigene armenische Schrift eingeführt wurde. Die Größe des Staatsgebietes schwankte über die Jahrhunderte und nur für kurze Zeiträume war es  vereint. Das heutige Armenien stellt nur den nordwestlichen Teil des einstigen Gebietes dar. Das vergleichs-weise kleine Land,  hat weniger Fläche als die zwei österreichischen Bundesländer Ober,- und Niederösterreich zusammen. Es ist ein Binnenland, umgeben vom Iran im Süden, Aserbaidschan (welches aus zwei Teilen besteht) im Osten und Südwesten, der Türkei im Nordwesten und von Georgien im Norden.

Allgemeines  über Armenien

Einkaufen im Land und die Preisverhältnisse: Armenien ist nicht als Urlaubs oder Einkaufsparadies bekannt, und das wird sich auch in nächster Zeit kaum ändern.  Zuerst muss gesagt werden, dass sich, wie bei vielem anderen, auch hier  die Unterschiede von Warenangebot und Qualität  zwischen der Hauptstadt einerseits, und den ländlichen Regionen andererseits, oft deutlich widerspiegeln.

Jerewan

Mit 1,2 Millionen Einwohnern ist Jerewan die größte und gleichzeitig  die Hauptstadt Armeniens. Während der Sowjetzeit machte sie eine große Entwicklung durch.

Unter dem neoklassizistischen Architekten Alexander Tamanjan wurde das Stadtbild radikal verändert. Viele historische Gebäude, wie Kirchen, Moscheen, die persische Festung, Bäder, die Karawanserei und Bazare wurden abgerissen. Viele Stadtteile wurden nach alten armenischen Heimatorten des osmanischen Reiches benannt.

Etschmiadsin

 Wie fast überall im Land, scheint auch hier, in der religiösen Hauptstadt, im  September 1991 die Zeit zum Stillstand gekommen zu sein. Nur  noch Fassaden einst stolzer Fabriksgebäude samt ihren Verwaltungs und Entwicklungszentren zeugen heute von der einstigen Glanzzeit für viele Armenier. Im Kommunismus, mit seinen gesicherten Arbeitsplätzen, sozialer Grundversorgung, gesicherten Pensionen und vielerlei produzierter Waren allerorts herrschte Hochbetrieb, während einem heute nur eingeschlagene  Scheiben, verbarrikadierte Tore und durch die Decken wachsende Baumstämme in  verlassenen Hallen, oder die vergessenen Denkmäler einstiger Helden, die ganze Dramatik einer nie geschafften wirtschaftlichen Transformation  mit brutaler Deutlichkeit vor Augen führen.

Der Tempel von Garni

Die Ausgrabungen an der  Tempelanlage haben sechs verschieden Schichten  von Besiedelung zu Tage befördert, die ältesten stammen aus der Jungsteinzeit. Teile aus der Bronze- und Eisenzeit und drei  mittelalterlichen Schichten.  Der Befestigungsring ist aus großen Basaltblöcken gebaut, die bis zu sechs Tonnen wiegen.

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Das Kloster Geghard

Wie die Kirche von St. Gajane, gehört auch das Kloster Geghard zum UNESCO Weltkulturerbe und gleichzeitig zu den bedeutendsten Zeugnissen apostolisch armenischer Baukunst.

Das südliche Armenien

Weithin sichtbar im gesamten Süden Armeniens und sogar bis Jerewan, der Berg Ararat, auf dem, der biblischen Sage zufolge die Arche Noah nach der Sintflut gelandet sein soll. Nationalsymbol und gleichzeitig Trauma des Landes.

Speziell in den ländlichen Regionen beschränkt sich das Leben heute auf das Einfachste, und Fahrzeuge aus der Sowjetzeit prägen das Straßenbild. Als hätte eine überirdische Macht im Jahr 1991 alle Schalter im Land abgedreht, so stehen allerorts verrostete landwirtschaftliche Geräte, verfallene Industriekonglomerate, wie versteinerte Zeitzeugen, seit fast dreißig Jahren regungslos in der Landschaft.

Sissian

 Ein guter Ausgangspunkt zum Übernachten, und für Tagesreisen in die Umgebung ist Sissian. Die Kleinstadt mit etwa 16.000 Einwohnern liegt ca. 170 km vor der iranischen Grenze, aber lediglich 70 km von Bergkarabach entfernt.

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Zorakarer – Armeniens Stonehenge.

Auf dem  insgesamt etwa 7 ha großen Gelände befinden sich ca. 30 zum Teil sehr große Kammergräber sowie Mauerreste einer Siedlung welche durch eine Reihe, aus ca. 150 aufrecht stehenden Felsbrocken (Megalithe) begrenzt ist. Insgesamt befinden sich dort 223 solcher Steine in verschiedenen Formationen.

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Das Höhenkloster Tatev

 Tatew ist ein im Jahr 895 gegründetes armenisch apostolisches Kloster und eines der bedeutendsten Architekturdenkmäler des Landes. Es wurde im 9. Jahrhundert am Ort eines alten Heiligtums erbaut  und war ein großes intellektuelles Zentrum von Armenien und zwischen 1390 und 1453 auch eine anerkannte Universität. Tatew war das politische Zentrum des Fürstentums Sjunik und der Sitz des Erzbischofs von Sjunik.

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Chndsoresk (armenisch Խնձորեսկ)

Langsam wird der Feldweg hinunter in die Schlucht schmäler, auf deren anderer Seite sich die aufgelassene Felsenstadt Alt-Chndsoresk befindet. Ab dem 5. Jahrhundert begannen die frühen Christen hier Höhlen als Wohnstätten anzulegen. Viele der rund 1800 Höhlen und einige freistehende Gebäude waren tatsächlich bis in die 1970er(!) Jahre  bewohnt. Vor dem Abgang befindet sich ein Parkplatz mit einigen Souvenirständen und einem kleinen Lokal.

Zum Kloster Noravank

Auf dem Weg vom Süden zurück in die Hauptstadt sollte man es keinesfalls versäumen einen Abstecher zu einem der interessantesten Klöster Armeniens, nach Noravank, zu machen. Man verlässt die Marschrutka in der kleinen Stadt Jeghegnadsor, etwa 80 km vor Jerewan. Von dort nimmt man sich eines der bereitstehenden Taxis und lässt sich durch verlassene, wild romantische Schluchten ins Gebirge zu dem eindrucksvollen Kloster aus dem 13. Jhdt. transportieren, welches sich auch auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbes befindet. Von Jeghegnadsor aus gibt es auch ein oder zweimal am Tag einen Linienbus hinauf zum Kloster.

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Mehr dazu – mit zahlreichen Bildern, Informationen über Land und Leute, zur Anreise per Bus oder Marschrutka, mit günstigen Übernachtungstipps, den Preisen und Hintergründen finden Sie im  Reiseführer „Armenien“ der Serie „Backstage-Reisen“  von © Patrik Ehnsperg. Erhältlich im Internet bei Amazon. 

https://www.amazon.de/Armenien-Backstage-Reisen-Patrik-Ehnsperg/dp/1973881373/ref=sr_1_11?s=books&ie=UTF8&qid=1505134237&sr=1-11

Ein Gedanke zu “ARMENIEN – Հայաստան – Hajastan

  1. 12.Jänner 2018, 19hoo auf Schloß Freiberg in Ludersdorf:
    Länderpräsentation Armenien + Georgien.
    Eintritt frei.

    Anschließend Diskussion mit dem Autor
    12. Jänner 2018, 19hoo Schloß Freiberg, Ludersdorf, bitte vormerken.
    Für alle, die gerne reisen und Interesse an anderen Kulturen haben.
    Anschließend kleines Buffet und Diskussion.
    Eintritt frei.

    http://www.aprilfestival.at/patrik_ehnsperg.htm
    https://www.facebook.com/events/514141178958296/

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